Bus trifft Linie 4

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Wir fordern, dass die Linie 4 von Bocklemünd über Widdersdorf und Brauweiler bis Niederaußem verlängert wird. Dabei ist ein Umsteigeknoten am einzurichtenden S-Bahn-Haltepunkt Bocklemünd vorzusehen.

Der Rat der Stadt wird aufgefordert, in Abstimmung mit den Nachbarkommunen eine Priorisierung dieser Linienführung bei den weiteren Planungen und Entscheidungen beim NVR, bei der KVB und beim Land zu erwirken. Zur Finanzierung gilt es, die bereitgestellten Mittel zur kohleausstiegsbedingten Strukturförderung zur Mitfinanzierung zu nutzen und damit die Umsetzung beschleunigt zu realisieren.

Bis zur Realisierung der Verlängerung der Linie 4 fordern wir, einen Busvorrangbetrieb zwischen Widdersdorf und der Endhaltestelle der Linie 4 in Bocklemünd einzurichten. Später soll diese Busverbindung eine Verknüpfung mit dem einzurichtenden S-Bahn-Haltepunkt Bocklemünd bedienen.

Der entsprechende Beschluss der Bezirksvertretung aus dem Jahr 2015 zugunsten einer Anbidung Widdersdorfs über die Linie 1 ist aufzuheben. Gegenüber der Sachlage im Jahr 2015 zeichnet sich nun bedingt sowohl durch den gestiegenen Druck zur Wohnbebauung auch im nordwestlichen Umfeld Kölns als auch durch den Strukturwandel im Braunkohlerevier ein deutliches Anwachsen des Mobilitätsbedarfs aus diesem Gebiet nach Köln ab. Dieser muss durch eine attraktive und emissionsarme ÖPNV-Verbindung bedient und nicht auf die ohnehin bereits überlasteten Straßen verwiesen werden. Außerdem ermöglichen nun die bereitgestellten Mittel zum Strukturwandel eine Entlastung der beteiligten Kommunen.

Der in der Sitzung der Bezirksvertretung am 03.02.2020 vorgelegte Antrag der SPD-Fraktion wurde von CDU, den Grünen, der FDP und dem FWK-Vertreter abgelehnt. Wesentliche Argumente waren die höheren Kosten beim Bau der Linie 4 und ein Gutachten, das vor 20 Jahren einen zu geringen Bedarf festgestellt hat. Beides halten wir für überholt: Aktuell befinden sich die Zuschusskriterien in Überarbeitung und der Einzugsbereich einer Linie 4 ist schon heute und künftig, bedingt durch den Strukturwandel im Braunkohlenrevier, viel größer, als es die früheren Gutachten absehen konnten.

Stand: 11.02.2020